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Eine kurze Geschichte der Tapens – Wie entstehen eigentlich Mitschnitte?
Die ersten Mitschnitte wurden mit großen Tonbandgeräten gemacht, die über Batteriebetrieb verfügten. Mitte der 80er wurden diese mehr und mehr von tragbaren Kassettenrekordern abgelöst, die um die Hälfte kleiner waren. Die Security nahm es damals noch nicht so genau und lachte mehr über die Mitschneide-Versuche, als dass sie den Mitschneidern das Mitnehmen ihres Equipements in den Konzertsaal verbot.

In den 1990er Jahren kamen dann vermehrt digitale Aufnahmegeräte wie DAT-Bänder zum Einsatz. Diese boten eine deutlich gesteigerte Soundqualität. Das massive Aufkommen von Live-Bootlegs zu dieser Zeit führte nach und nach zu strengeren Kontrollen beim Einlass.

Um die Jahrtausendwende eroberte ein neues Aufnahmegerät den Mitschneide-Sektor: Minidisc-Rekorder waren geradzu prädestiniert für illegale Konzertaufnahmen. Durch eine Longplay-Aufnahme von 160 Minuten auf den Datenträger hat der Mitschneider meist genügend Platz für das komplette Konzert (wenn die ärzte nicht wieder eines ihrer legendären Tourabschluss-Konzert spielen und ordentlich überziehen ;). Viele Mitschnitts-Sammler werden das noch als DEN Standard schlechthin kennen gelernt haben.

Inzwischen sind auch die MDs Schnee von gestern: Anfangs wurden mp3-Recorder noch aufgrund der geringen Bitraten und Speicherkapaziäten milde belächelt. Mittlerweile werden aber die meisten Mitschnitte tatsächlich mit solchen Recordern angefertigt. Speicherkapaziäten von mehreren Gigabyte und schnelle Schreibgeschwindigkeiten haben dieser Technikdazu verholfen State-of-the-Art zu werden. Man darf gespannt sein, was sich die Taper als nächstes einfallen lassen...

Denkt bei alledem dran:
Das Mitschneiden von Konzerten ist verboten.