DÄnots - Heut ist ein guter Tag

DÄnots - Heut ist ein guter Tag

Die DONOTS veröffentlichen am 03.02.2023 ihr neue Album "Heut ist ein guter Tag". Hm, aber was hat das nun mit DIE ÄRZTE oder KTA zu tun?
Die Wege beider Bands haben sich in den letzten Jahren häufiger gekreuzt (erinnern wir uns an True Romance oder die gemeinsamen Konzerte in Berlin (buhu!) oder Kassel (ey, da fehlte doch einer!). Wir vom KTA-Team haben schon immer ein liebevolles Verhältnis zu den Jungs aus Ibbenbüren: Schon vor 13 (wirklich!? Ja, wirklich!) Jahren waren die DONOTS so nett und haben sich anlässlich unseres 10ten Geburtstags als sehr gute Geburtstagsgäste gezeigt, unsere Interviewfragen beantwortet und haben sogar noch Geschenke zur Verlosung da gelassen - Liebe!

 

Was passiert also, wenn der Admin einer DIE ÄRZTE-Fanseite das Album in die Hände bekommt und anschließend beschreibt, was ihm aufgefallen ist? Finden wir es doch heraus.
DISCLAIMER: Manch einer von euch mag vielleicht die Stirn runzeln und denken: Ey, was sind denn das für Musikjournalisten hier? So schreibt man doch keine Rezension! Und das klingt doch alles seeeehr an den Haaren herbeigezogen! Kurz geantwortet: Keine; stimmt; nein, das ist alles auf jeden Fall so! ZWINKER ZWINKER!

DONOTS – Heut ist ein guter Tag

Hey Siri, google doch mal das neue Album von Alex aaaand den die DONOTS… uh, der Einstieg war schlecht, beschwert euch doch, bei… öhm… bei mir.

Die die DONOTS veröffentlichen am 03.02.2023 ihr neues Album, welches nicht nur GANZ KLAR (Zwinker Zwinker) mit dermaßen vielen Bezügen zur besten Band der Welt aus Berlin (aus Berlin!) gespickt ist, sondern uns in düsteren Zeiten zeigt #WieEsGeht.

Im Einstieg zum Album wird dies direkt deutlich – während BelaFarinRod zuletzt noch den #Abschied thematisierten, gehen die Ibbenbürener gedanklich weiter und empfangen den Hörer mit viel Gebrüll – HU! Um die Lizenzkosten etwas zu mildern, haben sie hier ganz bewusst auf das „RRA“ verzichtet, dafür gelingt der philosophische Übergang zum Farin Urlaub Racing Team: Newton hatte demnach scheinbar doch nicht Recht. Die folgenden Tracks arbeiten sich nun an den frühen die #dieärzte ab, zunächst mit einer IDEALisierten Version von Teenager Liebe, gefolgt von einer Doppelverbeugung vor dem einzig wahren Fürsten der Finsternis – #BelaB – sowie dem #RocknRollübermensch (Catcontent incoming!): Und das in EINEM Song, what A LOVE (oder andersherum?).

So ganz mag sich die Band die Liebe zum Berliner Trio nicht eingestehen, anders kann man sich die Götterlästerung („…dass ärzte auch nur Patienten sind…“) nicht erklären – während man im Hause Urlaub #LieberTee trinkt, drehen die DONOTS die Gigawattzahl auf Maximum!

Nun kommen wir zum eigentlichen Thema des Albums – die Auserzählung der Geschichte eines tragischen Helden, welcher schon fast in Vergessenheit geraten ist. Zunächst wird noch ein Mysterium aufgelöst und der Prolog sowie der Perspektivwechsel zu #Außerirdische vertont (Hunde los, ein Leben auf der Flucht!). An dieser Stelle wird die Brücke zum Einstieg des Albums geschaffen: Die die DONOTS therapieren hier den traurigsten #ClownausdemHospitz, welcher vor 40 Jahren in Berlin auf eine einsame Reise geschickt wurde: #DerlustigeAstronaut ist schon lange #Allein, sein LaLaLa scheint längst verstummt. Danke, dass sich endlich jemand diesem Thema annimmt – es wurde Zeit!

Im letzten Drittel des Albums geht es zunächst quer durch die 80er, 90er und 2000er (und die besten Hits von Heute) der die #dieärzte: Dabei geht es um die wirklich wichtigen Themen: Ums #Saufen im Innenraum, der Folgen des übermäßigen Konsums von #Elektrobier (Passivität!) und nebenbei kommt es sogar zur Neuinterpretation von #Teddybär. Die letzte Begegnung der Ibbenbürener Brillenvereinigung mit Bela bekommt sogar einen Extrasong spendiert #AlleaufBrille – ich hoffe, dass es auch bald mit dem Lachen wieder geht!

Zum Abschluss des Albums kommt es zum versöhnlichen Abschluss für des Weltenbummlers – wahre Größe beweist die Band an dieser Stelle, da sie dem unbekannten Astronauten etwas Menschliches zurückgibt, indem sie ihn beim Namen nennt! Hey Ralph, ich fühle es (schaut euch das Video an, es war so offensichtlich)! Die die DONOTS gehen noch einen Schritt weiter und schaffen es zum Ende des Albums ein dermaßen gutes Gefühl zu vermitteln, dass ich keinen Zweifel daran habe, dass auch Ralph nicht nur #halbeLovesongs kennt, sondern nun endlich angekommen ist und zum Fazit kommt:

„Heut ist ein guter Tag“!

Ihr denkt bestimmt: Puh, das war harter Stoff – dann gilt dies nur für diese „Rezension“! Das Album der die #DONOTS präsentiert sich dermaßen vielschichtig und lebensbeschreiend – HU! Vermutlich hat selbst Felix wieder weniger Kummer, da Ingo wieder Songs für Guido geschrieben hat (oder andersherum?). Seis drum: Solltet ihr auch nur annähernd Lust auf deutschsprachigen Punkrock und das Bedürfnis nach einem Seelen-Sonnenbad haben, dann kann euer Weg eigentlich nicht an diesem Album vorbeigehen.

„Heut ist ein guter Tag“, ein Album für vergessene Helden: Von mir gibt es klare 12 von 10 Bestien in Menschengestalt!

Autor: Flo (Badetuch vom KTA-Team)

KTA-Service-Teil

Wer sind eigentlich diese DONOTS? Auch dort wollen wir euch nicht allein lassen. Ganz klare YouTube-Guckempfehlung:
- "25 Jahre DONOTS" vom Rockpalast aus dem Jahr 2019: Klick
- "6 Tage auf Tour mit den DONOTS" aus dem Jahr 2018: Klick
- "Mit den DONOTS durch Amerika" vom Rockpalast aus dem Jahr 2013: Klick

Wo bekomme ich das neue Album "Heut ist ein guter Tag"?
Grundsätzlich überall, wenn ihr allerdings die ganzen fiesen Bonussachen haben wollt, lohnt sich der Blick in den Bandshop (egal ob Vinyl, CD, MC oder GIN! hier findet ihr wohl alles).

Ingo Donot im Interview

Wie sehr die Rezension das Album trifft, könnt ihr nun im folgenden Interview lesen, zu dem wir Ingo Donot gewinnen konnten (für die die hard DONOTS-Fraktion, bitte verzeiht, falls die 13 Alben nicht so ganz stimmen, aber die Überleitung war einfach zu verlockend) - wir hoffen ihr habt ebenso viel Spaß beim Lesen wie wir:


Liebe DONOTS,
vielen Dank, dass ihr euch mal wieder (nachdem ihr zu unserem 10jährigen Bestehen schon fleißig Fragen beantwortet habt) zum Interview stellt.

1. Falls wir uns nicht verzählt haben, erscheint nun bald euer Studioalbum Nr. 13 (wenn man das erste Demo-Tape mitzählt). Für uns DÄ-Jünger ist die 13 natürlich ein Meilenstein: Habt ihr den Eindruck, dass "Heut ist ein guter Tag" ebenso ein Meilenstein für euch wird?

Ingo Donot: Ach, wissen tut man sowas ja nie wirklich vorab. Und ob ein Album einen Meilenstein-Stellenwert für die Hörer draußen auf kurze oder lange Sicht haben wird, liegt ja auch nicht wirklich in Deiner Hand. In einer perfekten Welt sind die Signale, die Du sendest, auch genau jene, die empfangen werden. Ich bin gespannt, ob da unsere Eindrücke am Ende deckungsgleich mit denen der Leute draußen sein werden. Was wir aber unumwunden feststellen können: Für uns ist’s - ohne hier zu eitel oder arrogant zu klingen - das allerbeste, rundeste, vielseitigste, detaillierteste, knackigste und uns am schärfsten abbildende Album, welches wir je gemacht haben. „Heut ist ein guter Tag“ ist glaube ich die authentischste Moment-Aufnahme, die wir je auf Platte gebannt haben. Und wenn sich das am Ende überträgt, dann sind wir die glücklichsten Menschen der Welt.

2. Wie ist für euch der Release-Zeitraum: Seid ihr da besonders aufgeregt? Wie nehmt ihr da Rezensionen und Kommentare zum Album auf? Lest ihr die Sachen alle oder macht ihr euch davon frei?

Ingo Donot: Ich glaube, davon kann sich niemand freimachen. Natürlich will man wissen, wie die Songs ankommen. Natürlich nimmt man sich Feedback auch zu Herzen. Und das ist ja eigentlich ein großes Kompliment ans eigene Schaffen. Jede neue Platte ist wie ein neugeborenes Baby. Du bist wahnsinnig glücklich damit, superstolz drauf, willst es jedem ungefragt zeigen und hoffst, dass alle ähnlich entzückt sind. Es ist halt eine ganz spannende Zeit, wenn Du wirklich detaillierte Rückmeldungen bekommst. Dann machst Du selbst nochmal einen großen Schritt zurück und hörst Deine eigene Platte mit frischen Ohren und wirst auch nochmal kritischer mit Dir selbst.

3. Wie sehr fühlt ihr euch von der KTA-Rezension ertappt? Konnte alles aufgedeckt werden? Welche Verbindungen haben euch nachträglich selbst überrascht? ;) Es war doch alles seeeehr offensicht (ZWINKER ZWINKER!)!

Ingo Donot: Ich bin ganz ehrlich: Unser Plan, BelaFarinRod durch die Hintertür abzurippen und um ihre GEMA-Kohle zu prellen, war so wahnsinnig gut und im Subtext versteckt, dass ich es kaum fassen kann, dass wir aufgeflogen sind. Ihr habt in der Tat mehr aufgedeckt, als uns selbst zu Anfang klar war. Nur eines habt Ihr übersehen: Wir sind gerade mit dem Schwert nach Polen unterwegs, um dort in Eurem geheimen Headquarter die Apokalypse zu bewerkstellijen...

4. Wie verlief der Songwriting-Prozess bei diesem Album? Von DÄ wissen wir, dass die drei Herren recht getrennt an den Songs arbeiten und es dann zum großen Showdown- und Auswahlprozess kommt. Wie ist das bei euch?

Ingo Donot: Wir sind da der komplette Gegenentwurf. Wir schreiben alles gemeinsam - in diesem Fall Band plus Produktionsteam - immer ganz frisch und brandneu in unserem eigenen Studio (namens HEAVY KRANICH), das ganze basierend auf Grundriffs, die meistens Guido mitbringt. Auf diese Art und Weise schafft man es, sich auch nochmal selbst zu überraschen, seine Trademarks immer wieder von neuen Seiten zu beleuchten und den Moment ungefiltert einzufangen. Wenn Du mit komplett fertigen Songs ins Studio kommst, ist da kein Platz mehr fürs Aus-der-Hüfte-schießen.

5. Dies ist nun das dritte Album, welches auf Deutsch erscheint - hat sich hier im Vergleich zu "früher" etwas geändert beim Songwriting? Fällt es euch leichter? Oder ist es schwerer die richtigen Worte zu finden, die auch als Song nach etwas klingen?

Ingo Donot: Ich geh mit mir und meinen Texten härter ins Gericht. In der deutschen Sprache kannst Du Dir es nicht erlauben, auch nur eine einzige Zeile zu verschenken oder mit gern genommenen englischen Füllwörtern wie Yeah oder Alright auszustopfen. Da muss alles sitzen, eine tiefere Ebene oder eine direkte Unmittelbarkeit haben, darf gleichzeitig nicht zu bedeutungsschwanger, zu platt oder zu kitschig werden. Und rein von der Silbenzahl und dem Wortklang ballern deutschsprachige Punkrock-Songs mehr - da ist mehr Dauerfeuer und Härte in den Worten. Das macht es einem bei Baller-Songs echt leichter, richtig viel Attitüde reinzulegen. Schwierig sind eher die ruhigen Songs. Die sind wahnsinnig delikat und zerbrechen schnell an der falschen Wortwahl.

6. Während "Karacho" und "Lauter als Bomben" für mich gesellschaftskritischer klangen (natürlich nicht nur), schafft ihr es bei "Heut ist ein guter Tag" den Titel von der Stimmung her sehr gut ins Ohr zu zaubern. Bei der aktuellen Weltlage (Covid, Klimawandel, Ukraine, ...) scheint das gar nicht selbstverständlich. Wie habt ihr dieses Kunststück geschafft? Was inspiriert euch zur Themensetzung?

Ingo Donot: Wir bleiben natürlich auch auf „Heut ist ein guter Tag“ eine Punkrock-Band. Dementsprechend verkaufen wir auch dieses Mal keine heile Welt. Das machen Schlagerkünstler. Subkultur lebt aber von dem Wissen, dass die Gesamtscheisse scheisse ist, aber man da schon irgendwie gemeinsam durchkommt, wenn man die Dinge in die eigenen Hände nimmt und abreißt, um was besseres daraus zu bauen. Das alles findest Du auch auf dem neuen Album, aber halt eher im Subtext, nicht mit dem Holzhammer im Gesicht. Das schlimmste, was Musik derzeit meiner Meinung nach passieren könnte, wäre eine Schwemme an Alben, die klingen, als wäre gerade Corona gewesen. Das alles haben wir doch zur Genüge erlebt. Darüber will ich nicht noch Songs hören. Uns war wichtig, dass wir mit dem neuen Album die Treppe hochfallen und sagen: Natürlich landen wir alle irgendwie mal auf der Schnauze, aber es muss ja weitergehen. Das Album hat - wie wir alle - eine gewisse Leichtigkeit auch in schweren Zeiten verdient. Das bedeutet am Ende nicht, zahnlos zu werden in der Themenwahl oder ihren Inhalten. Es bedeutet, der Apokalypse mit einem Lächeln zu begegnen und selbst das Ende der Welt hoffentlich mit einem „Heut ist (trotzdem) ein guter Tag“ zu quittieren.

7. Apropos Covid: Die letzten Jahre waren für uns DÄ-Fans konzerttechnisch nicht ganz einfach. Eine zunächst verschobene und dann komplett abgesagte Tour und dann noch weitere ungeplante Änderungen bei der Berlin-Tour (Absagen/Verschiebungen/Gewitter!) - ein Teil des Chaos habt ihr ja leider selbst mit erleiden müssen. So wart ihr in Kassel plötzlich nur zu 4t auf der Bühne. Wie ist es euch ansonsten in den letzten Jahren ergangen? Wie groß waren die weiteren Auswirkungen der Pandemie für euch (sei es bzgl. der Veröffentlichung des Albums oder eurer Konzerte) bzw. für eure Crew?

Ingo Donot: Klar, die Ärzte-Show-Absage nach dem Soundcheck in Berlin war schon wahnsinnig enttäuschend und traurig. Und am liebsten hätten wir in Kassel auch in voller Besetzung gespielt. Aber davon ab hatten wir wirklich so viel Glück im vergangenen Jahr und haben auch die ersten Lockdowns mal wieder Donots-typisch Volley aus der Luft genommen und in was gutes und sinnvolles verwandelt: Wir haben mit den „Birthday Slams“ ein Live-Album veröffentlicht und damit Spenden für unsere Roadcrew gesammelt und ein Buch namens „Heute Pläne, Morgen Konfetti“ mit unserem alten Freund Ingo Neumayer veröffentlicht und dementsprechend guten Stoff für die Isolation daheim geliefert. Wir überlegen immer, wie wir selbst den größten Unwegsamkeiten mit einem Lächeln und einer Schnapsidee begegnen können. Das klappt immer erstaunlich gut. Wahrscheinlich liegt darin auch das Rezept für eine gute Zeit: Nimm das alles ernst, nur Dich selbst nicht so sehr.

8. Zu eurem (ungefähr) 1000sten Konzert (puh, das ist auch schon wieder ganz schön lange her) sind nun einige weitere gekommen: Führt ihr hierfür Buch? Bei welchem Stand seid ihr aktuell?

Ingo Donot: Ich muss demnächst mal wieder unseren Archivar Eike konsultieren. Der führt in der Tat Buch und hat jede Show ever in eine Liste gepackt. Ich würde tippen, wir sind jetzt bald so kurz vor 1200 oder 1300 Shows oder so…

9. Bei all diesen Konzerten: Was sind für euch DIE besonderen Konzerte, welche immer in Erinnerung bleiben?

Ingo Donot: Natürlich erinnert man sich an klassische erste Male immer besonders. Die erste Japan Tour, einen Monat USA, Shows auf einer Fähre über dem Bermuda-Dreieck, auf Bergspitzen etc. Aber ganz ehrlich und ohne Kitsch und Pathos: Für uns ist jede Show immer noch was ganz besonderes. Und mit genau dem Sportsgeist musst Du als Band mit fast 30 Jahren auf dem Buckel auch an jedes Konzert rangehen. Jedes muss das beste der Welt werden. Bleib Fan Deiner eigenen Band, überleg Dir lustige Sachen, kreiere unbezahlbare Momente - nicht nur für das Publikum, sondern auch für Dich selbst - und hör niemals auf, dankbar zu sein oder in Großbuchstaben „WOW!“ zu denken. Ich meine: Zieh Dir einfach rein, dass wir in diesen Zeiten jetzt gerade 2 mal die Halle Münsterland ausverkauft haben mit insgesamt 13000 Leuten. Und unsere anstehende Tour zum neuen Album wird gerade in Köln ins Palladium hochverlegt und die ersten Shows sind ausverkauft oder kurz davor. IRRE. Einfach IRRE.

10. Während manch andere Bands momentan leider richtig Probleme haben, Tickets zu verkaufen und somit stattdessen viele Konzerte abgesagt werden, scheint es bei euch weiterhin richtig gut zu laufen. Habt ihr noch Ziele für die Zukunft? BFR haben sich z.B. gerne mal besondere Support-Bands eingeladen. Wie ist es bei euch? 24h Wiesbaden? Grand Münster Month? MTV Unplugged (ggfs. auch ohne MTV)?

Ingo Donot: Wir planen nie allzu weit im Voraus und das ist auch gut so. Dann wirst Du unlocker und verbissen. Ich bin mir jedoch ganz sicher, dass wir noch viele Jahre wahnsinnig wahnsinnige Ideen haben werden - und auch mit denen irgendwie immer davonkommen. Vielleicht laden wir ja mal die Ärzte zu einem Cage-Fight mit rostigen Dessert-Löffeln ein - bis aufs Blut oder bis zur dritten Portion Tiramisu.

11. Ihr seid nun eine sehr erfahrene und erfolgreiche Band, betont aber auch immer wieder, dass sowohl DTH als auch DÄ große Vorbilder für euch waren und sind. Gibt es noch etwas, was ihr euch von den beiden Punkrockdinos abschauen könnt?

Ingo Donot: Ich finde es bei beiden Bands absolut bewundernswert und inspirierend, dass sie immer noch nicht satt sind nach all der Zeit auf dem Thron, dass sie sich immer noch den Arsch aufreißen, neue bescheuert-geniale Ideen haben und diese mit einer unendlichen Leichtigkeit umsetzen. Ich habe nicht das Gefühl, Bands zuzuschauen, die über 40 Jahre im Geschäft sind, wenn ich DÄ und DTH Shows anschaue. Diese Art Zeitlosigkeit würde ich mir auch wünschen für uns, wenn wir mal jenseits der 40 angekommen sind - und dass sich das Gefühl dann hoffentlich auch noch aufs Publikum überträgt.

12. DÄ sind (ENDLICH) dazu übergegangen, die alten Alben auf Vinyl neu herauszubringen. Wäre dies auch für euch eine Idee? In meiner Sammlung wäre noch Platz... ;)

Ingo Donot: Das ist definitiv auch ein Wunsch von uns. Oder anders gesprochen: Wir sind da was am Planen dran, Schlucke...

13. Zum Abschluss: Vor 13 Jahren haben wir nach dem Fußballspiel gegen BFR gefragt: Die Jungs scheinen fitter, denn ja: habt ihr euch daher bisher noch nicht getraut? ;)

Ingo Donot: Uns reicht es, dass wir die Hosen seinerzeit bei einem Tennis-Match atomisiert haben. Ich möchte BFR diese Schmach ersparen. (Und füge hinter vorgehaltener Hand hinzu: Ich bin wahnsinnig scheisse in jeglichen Mannschafts-Sportarten und freu mich, wenn ich nur am Rand stehen darf mit einer Büchse Bier in der Hand und halbkluge Kommentare über’s Feld bölken kann…)

DANKESCHÖN FÜR DAS INTERVIEW UND EUREN SUPPORT!!!

Euer INGO DONOT

Das Ende ist noch nicht vorbei

Zum Abschluss bleibt uns nichts anderes zu sagen als: DANKE! Ihr verrückten Hunde, mit euch kann man auch jeden Quatsch machen!

Vor allen Dingen: Das Ende ist noch nicht vorbei!
Nicht nur, dass Ingo uns noch ein DÄnots-KTA-Special Bild gezeichnet hat. Nein! In den kommenden Wochen haben wir noch die Ehre zum Release des Albums ein Gewinnspiel an diese Seite hier dranzuhängen, haltet also die Augen offen!

dänots - Funfacts

  1. Funfact: Für das Video von Augen sehen diente Hurra als Vorbild.
  2. Für das Konzert auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, welches leider aufgrund des Unwetters abgesagt werden musste, hatten die ärzte und die DONOTS ein Mashup aus DEAD MAN WALKING und WILL DICH ZURÜCK geplant.
  3. Meine Rezension zu "Heut ist ein guter Tag" war so überzeugend, dass Ingo direkt nachfragen musste: "Nur um sicherzugehen: Lässt sich das echt alles so herleiten, ist das ernst gemeint?" Aber hallo! ZWINKER ZWINKER!

Gewinnspiel

Die DONOTS waren so nett und haben uns ein paar Dinge zur Verlosung "dagelassen" (genauer sagt, bekommt ihr die Sachen dann direkt von der Band). Folgende Dinge könnt ihr über folgende Kanäle gewinnen:

  1. 1x Doppelvinyl (Schwarz) "Heut ist ein guter Tag" über unser Forum (liked dazu einfach den entsprechenden Beitrag).
  2. 1x Tape "Heut ist ein guter Tag" über Instagram (folgt dazu den Anweisungen bei Instagram)
  3. 1x 2 Tickets für die kommende "Heut ist ein guter Tag Tour" 2023 über Instagram (folgt dazu den Anweisungen bei Instagram)
  4. 1x 2 Tickets für die kommende "Heut ist ein guter Tag Tour" 2023 über Facebook (folgt dazu den Anweisungen bei Facebook)

Teilnahmeschluss ist der 03.02.2023 - 20:00 Uhr. Die Gewinner werden im Anschluss von uns angesschrieben.

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